Spargelsaison – endlich wieder Spargelzeit!

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Spargel zur Spargelzeit

Die Spargelsaison ist momentan total im Gange. Während der Spargelzeit werden immer neue Kreationen von Spargelgerichten zubereitet. Im folgenden Blogartikel erfährst Du alles zum Thema Spargel, wie man ihn zubereitet, wo er herkommt und welche Arten es gibt.

Spargel – woher kommt er?

Seine ursprüngliche Heimat war in den warmen und gemäßigten Zonen Süd- und Mitteleuropas, Vorderasiens und Algeriens. Schon lange bevor Spargel einen großen Beliebtheitsgrad erreichte, war er den Chinesen als medizinisches Heilmittel bekannt gewesen. Ägypter, Griechen und Römer folgten und so bekam der Spargel allmählich mehr Aufmerksamkeit.

Jedoch wurde der grüne Spargel in Deutschland erst im 16. Jahrhundert angebaut und wurde ein Jahrhundert später zu einem der beliebtesten Edelgemüse-Sorten gekürt. Der heutzutage bekanntere Spargel ist der weiße Spargel. Dieser wurde auf unseren Feldern erst ab Anfang des 19. Jahrhundert gezüchtet.

Heutzutage sind die Haupt-Anbau-Gebiete in Deutschland in Baden, der Pfalz, der Lüneburger Heide und am Niederrhein.

Spargel – welche Spargelarten gibt es?

Spargel ist grundsätzlich in drei unterschiedliche Arten kategorisiert. Je nach Farbe, gehört er zu den weißen, grünen oder violetten Sorten. Allerdings sollte man wissen, dass sie im eigentlichen Sinne einer Sorte angehören, die jeweils verschiedene Farben und Geschmäcker haben.

Zusätzlich steht die Farbe auch dafür, wie viel Licht die Spargelstangen während des Wachstums abbekommen haben. Die Reihenfolge lautet wie folgt: Zuerst sind alle Typen weißen Ursprungs, da sie komplett mit Erde bedeckt sind und so kein Sonnenlicht auf sie treffen kann. Je nach Menge des Sonnenlichts verfärbt sich der Spargel zunächst violett und schließlich grün.

Weißer Spargel

Der weiße Spargel ist der am weitesten verbreitete Spargel-Typ. Er ist außerdem der beliebteste. Sein Geschmack ist sehr mild, daher eignet er sich für viele Gerichte. Damit der weiße Spargel sich nicht verfärbt, wächst dieser unterirdisch unter Spargeldämmen. Geerntet wird, bevor die Spargelstangen in Lichtkontakt kommen, daher bleibt er vollständig weiß.

Bei weißem Spargel ist darauf zu achten, dass dieser immer gut geschält wird und die  Enden abgetrennt werden. Hierbei spielt die vorhandene Zeit zwar eine große Rolle, aber dennoch lohnt sich der Aufwand, damit holzige Enden später nicht das Aroma verfälschen. Viele Spargelgenießer schwören darauf, ihn mit einer Sauce Hollandaise zu verfeinern.

Grüner Spargel

Der grüne Spargel wird nicht unter Erdwällen angebaut. Er wächst fast ausschließlich über der Erde und erhält daher seine typische grüne Farbe. Die Spargelpflanze bildet, um sich vor den starken Sonnenstrahlen zu schützen, einen Wirkstoff namens Chlorophyll. Dieser bildet dann die grüne Farbe. Beliebt ist er auch deshalb, weil er einen doppelt so hohen Vitamin-C-Gehalt aufweist, als der Bleichspargel. Des Weiteren ist dieser Typ meistens günstiger, da er nicht unter Spargeldämmen wächst.

Grüner Spargel schmeckt, anders als der weiße, viel kräftiger und aromatischer. Das ist jedoch auch ein Grund, warum viele Menschen den Bleichspargel mit seiner milden Note bevorzugen. Vor allem bei einer kleinen Zeitspanne eignet sich diese Sorte perfekt, da der Schälaufwand viel geringer ist. Es muss nämlich nur das untere Drittel geschält werden. Des Weiteren sind die Stangen viel dünner, wodurch sich auch die Garzeit verringert.

Violetter Spargel

Typische Eigenschaften des violetten Spargels sind die weiße Stange und die violette Spitze. Diese farbige Spitze tritt dann auf, wenn der Spargel vor der Ernte mit Sonnenlicht in Kontakt kommt. Es gibt auch noch die Variante, dass er in seiner ganzen Länge violett ist. Diese Sorte schmeckt dann sehr kräftig und würzig, wobei er manchmal etwas bitter sein kann.

Diese Gourmet-Stangen schmecken etwas kräftiger als Bleichspargel. und wird wegen seines speziellen Aromas häufig in Frankreich konsumiert. Zu Kaufen gibt es den violetten Spargel nicht überall. Er wird vorallem in Supermärkten weniger vertrieben als der grüne oder weiße Spargel.

Spargel – wieso ist er so gesund?

Schon die Chinesen waren vor 5000 Jahren von der medizinischen Wirkung überzeugt.
Da in 500 Gramm Spargel nur 85 Kilokalorien stecken, kann man dabei richtig zuschlagen. Eine Portion deckt durchschnittlich den Tagesbedarf an Vitamin C und Folsäure ab, einen Großteil an Vitamin E und die Hälfte an Vitamin B1 und B2. Zusätzlich hat Spargel auch einen hohen Anteil an Kalium, Kalzium und Eisen.
Laut neueren Studien enthält der Spargel bioaktive Substanzen. Diese Substanzen sollen das Krebsrisiko hemmen.

Spargel – wie bereitet man ihn richtig zu?

Zunächst einmal hängt die Kochzeit davon ab, wie dick der Spargel im Durchmesser ist. Grünspargel ist schneller gar als Bleichspargel.

Bei Salatspargel kann man nach Belieben schälen oder eben nicht. Das wirkt sich auf die Kochzeit aus. Bei geschältem Salatspargel sagt man, dass 5 Minuten reichen, bei ungeschältem rechnet man mit 6-8 Minuten.

Grüner Spargel wird sehr schnell matschig. Daher sollte er im unteren Drittel geschält werden und 6-8 Minuten gekocht. Dünner Grünspargel sollte nicht geschält werden und ca. 5 Minuten kochen. Im Allgemeinen gilt für Spargel:

  • Güteklasse I Spargel benötigt 10-15 Minuten
  • Güteklasse II Spargel benötigt 8-10 Minuten

Spargel – woran erkennt man guten Spargel?

Es gibt beim Spargel 3 Qualitätsklassen:

  • Klasse Extra – von höchster Qualität
  • Klasse I – von guter Qualität
  • Klasse II – der Spargel, der nicht höher eingestuft werden kann, aber den Mindesteigenschaften voll entspricht.

Außerdem kann man selber einen Frischetest durchführen. Wenn er am Ende zusammengedrückt wird, dann sollte etwas Saft austreten. Dieser Saft riecht frisch und schmeckt mild. Verfärbungen sollten sich nicht erkennen lassen und die Spargelstangen sollten fest sein und nicht ausgetrocknet. Beim Bleichspargel sollte man darauf achten, dass die Spitzen geschlossen und nicht aufgeblüht sind.

Auswertung der Umfrage auf Kochen-verstehen.de

Umfrage zu Spargel

Die Umfrage zum Thema: Wo kaufst Du deinen Spargel? hat ergeben, dass die beliebteste Bezugsquelle für Spargel mit 41% frisch vom Wochenmarkt ist. Auf dem zweiten Platz liegt der Spargelbauer direkt um die Ecke mit 24%. 17% der Umfragenbeantworter haben angegeben, dass sie keinen Spargel essen. Mit 14% liegt dicht gefolgt der Erwerb im Supermarkt, wo die Preise am niedrigsten sind. 3% der Teilnehmer wissen nicht, was Spargel ist.

Blogartikel - Zusammenfassung & Informationen

Thema: Spargelsaison – endlich wieder Spargelzeit!
Datum: 03.05.2016
Autor: Julia
Kategorien: Saisonal, Ernährung
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