Biologische Wertigkeit von Nahrungsmitteln

Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Was ist die Biologische Wertigkeit von Nahrungsmitteln?

Die biologische Wertigkeit  von Nahrungsmitteln ist eine Variante, um die Qualität von Proteinen in verschiedenen Lebensmitteln zu bestimmen. Dabei wird errechnet, wie viel aufgenommenes Protein aus der Nahrung in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Wenn ein Produkt viele essentielle Aminosäuren enthält, erhöht sich die Qualität des Proteins.

Es gibt verschiedene Formeln, die angewendet werden können, um die biologische Wertigkeit eines Nahrungsmittels herauszufinden. Das Konzept wurde bereits Mitte des 20. Jahrhunderts von dem deutschen Mediziner Karl Thomas vorgestellt. Je höher die biologische Wertigkeit eines Nahrungsmittels ist, desto weniger muss dem Körper davon zugefügt werden. Den Basiswert von 100 bildet das Hühnervollei. Proteine werden gemeinhin als qualitativ hochwertig bezeichnet, wenn die biologische Wertigkeit zwischen 80 und 95 liegt.

Der Tagesbedarf kann jedoch auch mit geringer biologischer Wertigkeit gedeckt werden. Damit die Mahlzeit biologisch hochwertiger wird, müssen bestimmte Nahrungsmittel kombiniert werden. Durch diese Kombination kommt es zu der gewünschten Aufwertung. Wenn Vollei beispielsweise mit Soja, Milch oder Kartoffeln kombiniert wird, erhöht sich die biologische Wertigkeit auf über 100 bis hin zu knapp 140.

Biologische Wertigkeit – wie berechne ich die Wertigkeit?

Generell verfügen tierische Proteine über eine höhere Wertigkeit als Proteine, die pflanzlicher Natur sind. Essentiell beim Kombinieren verschiedener Lebensmittel ist, dass die Aminosäuren der verwendeten Produkte zueinander passen. Eine sehr gute Kombination ist 36 % Vollei und 64 % Kartoffeln, woraus sich eine biologische Wertigkeit von 136 ergibt.

Andere Möglichkeiten, um eine höhere biologische Wertigkeit zu erhalten, sind die Zusammenstellung von 60 % Vollei und 40 % Soja (BW: 124), 77 % Rindfleisch und 23 % Kartoffeln (BW: 114) oder 75 % Milch und 25 % Weizenmehl (BW: 125). Mittlerweile geht der Trend sogar dahin, Mehrkomponenten-Proteine zu sich zu nehmen. Vor allem Sportler profitieren von dem Effekt, dass der Körper über einen längeren Zeitraum mit Eiweiß versorgt wird. Kollagenes Eiweiß hat hingegen eine sehr geringe biologische Wertigkeit, sodass es besser vermieden werden sollte.

Biologische Wertigkeit von Nahrungsmitteln auf Kochen-verstehen.de

Biologische Wertigkeit – was muss ich beachten?

Wer bei der Ernährung die biologische Wertigkeit missachtet, hat mit vielen Nachteilen zu kämpfen. Durch die geringe Aufnahme von Eiweißen werden Muskeln mit der Zeit immer weiter abgebaut. Zusätzlich kurbeln die Aminosäuren in den Produkten die Fettverbrennung an, sodass durch den Verzicht darauf nur sehr schwer Fett verbrannt werden kann.

Sportlern wird sogar geraten auf Mehrkomponentenproteine zurückzugreifen, um die Muskeln beim Sport gut versorgen zu können. Dementgegen steht das Whey-Protein, das sich nur aus einer Quelle entsteht und trotzdem hochwertig ist. Wer wenig oder gar keine tierischen Proteine zu sich nimmt, muss besonders auf die biologische Wertigkeit und auf eine geschickte Kombination von Nahrungsmitteln achten.

Navigation im Lexikon

Vorheriger Eintrag

Nächster Eintrag

Weiterführende Artikel


Blogverzeichnis - Bloggerei.de Blogverzeichnis