Krammetsvogel

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Krammetsvogel

Der Krammetsvogel (Kranewitter, Kro­nawetter, Wacholderdrossel) ist ein Wild­geflügel, dessen vortreffliches Fleisch schon Martial, der römische Satiri­ker des ersten vorchristlichen Jahr­hunderts, rühmte.

Auch die Fürsten des Mittelalters, sogar deutsche Kai­ser, stellten diesem edlen Federwild nach. Mit der Klutter, einem pfeifen­artigen Instrument, lockte man die Drosseln in die aufgestellten Netze und Schlingen aus Pferdehaar. Als die Krammetsvögel um die Jahr­hundertwende auszusterben drohten – allein in Deutschland wurden jähr­lich weit über 100000 dieser deli­ziösen Vögel gefangen, beendete 1908 das Vogelschutzgesetz die Aus­rottung der Singvögel. Zwar ge­hören die Drosseln auch weiterhin zum jagdbaren Wild, aber sie ge­nießen nunmehr eine ganzjährige Schonzeit.

In Italien, Spanien und Griechenland, auch in Frankreich ist die Jagd auf Krammets- und andere Vögel noch erlaubt. Dort können sie sich vom unübertrefflichen Wohl­geschmack ihres Fleisches überzeu­gen, sofern Sie nicht entschiedener Gegner des Verzehrs von Singvögeln sind. Hin und wieder tauchen Wa­cholderdrosseln auch in unseren Delikatessengeschäften auf, aus den Nachbarländern importiert, in Do­sen oder frisch im Federkleid

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