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Der Anis gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und kommt aus dem östlichen Mittelmeergebiet. Die Blütezeit von Anis ist von Juli bis August.

Die einjährige, bis 60 cm hohe, aufrecht wachsende und aromatisch duftende Pflanze ist mit gelblich-weißen, in Dolden angeordneten Blüten, aus denen sich rundliche bis eiförmige, kurzborstige Früchte entwickeln, ausgestattet. Die Blätter sehen sehr unterschiedlich aus - von ungeteilt bis tief eingeschnitten.

Der Anis wird in Mitteleuropa zwar vielerorts als Arznei- und Gewürzpflanze angebaut, kommt aber dennoch nur selten verwildert vor. Im Garten benötigt er einen sonnigen Platz mit möglichst kalkhaltigem Boden.

Anis hat aromatische, appetitanregende, verdauungsfördernde und krampflösende Eigenschaften. Die Dolden werden geschnitten, wenn sich die Früchte deutlich verfärbt haben (etwa sechs Wochen nach der Blüte) und dann über einem Tuch zum Trocknen an einen schattigen Platz gehängt. Die Aufbewahrung der herausfallenden Samen erfolgt in Glasbehältern.

In der Küche lassen sich die Anissamen zum Würzen und Verfeinern von Salaten, Gemüse, Saucen, Brat und anderen Backwaren, etwa Lebkuchen, Quarkspeisen sowie von Geflügel-, Schalentier- und Schweinefleischgerichten verwenden, außerdem kann man einen Anislikör daraus zubereiten.

Anissamen beruhigen auch die Verdauung und helfen somit bei Blähungen und Völlegefühl. Wegen ihrer krampflösenden Eigenschaften sind sie aber auch ein wertvolles Mittel bei Periodenschmerzen, Asthma, Keuchhusten oder Bronchitis, und sie sollen die mütterliche Milchbildung fördern.

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