Basilikum

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Das Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und kommt aus Indien. Das vermutlich aus Vorderindien stammende Kraut kam schon vor der Jahrhundertwende ins Mittelmeergebiet und wurde dort schnell zu einer beliebten Heilpflanze.

Basilikum – Historie einer wichtigen Heilpflanze der Antike

So verwendeten die Römer das Basilikum bei Blähungen, aber auch als harntreibendes Mittel und als Kraut zur Förderung der Milchbildung. Außerdem hieß es, Basilikum würde bei Vergiftungen helfen.

Ähnliches lässt sich auch in der Materia Medien nachlesen, die der griechische Arzt Dioskurides im 1. Jahrhundert verfasste, denn darin heißt es, in Afrika esse man Basilikum, um die Schmerzen nach Skorpionstichen zu lindern. Im Mittelalter nutze man das Kraut vor allem als verdauungsförderndes, herzstärkendes und geburtserleichterndes Mittel. Die Blütezeit ist von Juni bis September.

Die einjährige, bis 50 cm hohe, aromatische Pflanze ist mit vierkantigem Stängel und glänzenden, oval-lanzettlichen Blättern ausgestattet. Die kleinen weißen Blüten sind in Scheinquirlen angeordnet. Es gibt eine große Zahl unterschiedlichster Basilikum-Sorten (insgesamt sollen es in über 150 sein), darunter solche mit rötlichen Blättern oder mit Zitronen- bzw. Zimtduft. Andere haben einen besonders würzigen Geschmack, etwa das Mexikanische Gewürzbasilikum oder das Thai-Basilikum.

Basilikum – Verwendung von Basilikum in der Küche

Das Basilikum kommt in Mitteleuropa nur in Gärten vor. Dort benötigt die Pflanze einen warmen Platz mit gut durchlässigem Boden. Das Kraut lässt sich zudem gut in Töpfen auf der Fensterbank ziehen, was in kühlen und verregneten Sommern auch zu empfehlen ist.

Die Pflanze besitzt verdauungsfördernde, krampflösende, aromatische und entzündungshemmende Eigenschaften. Blätter und Blütensprosse werden bei Blütebeginn geerntet. Nicht frisch verwendete Pflanzen lassen sich einige Tage im Kühlschrank aufbewahren; man kann das Kraut aber auch ein frieren, trocknen (im Schatten) oder in Öl bzw. Essig einlegen.

In der Küche wird Basilikum hauptsächlich als Gewürz verwendet. Basilikum wirkt hauptsächlich auf das Verdauungs- und Nervensystem und wird daher zur Behandlung von Blähungen, Magenkrämpfen, Koliken und Verdauungsstörungen angewendet. Es verhindert oder lindert aber auch Übelkeit und Erbrechen und hilft dank seiner beruhigenden Eigenschaften bei Schlafstörungen, übergroßer Nervosität und leichten Angstzuständen.

Äußerlich angewendet, können Basilikumblätter der Abwehr von Insekten dienen (Basilikumtöpfe im Zimmer sollen Fliegen fernhalten), und man kann den Saft zur Behandlung von Insektenstichen verwenden.

Basilikum wird zur Verfeinerung von Fleisch-, Fisch- und Eintopfgerichten (nicht mitkochen), aber auch für Suppen, Saucen und Salate. Unverzichtbar ist es besonders für eine ganze Reihe von mediterranen Spezialitäten, etwa Pesto. Außerdem ist Basilikum ein wichtiger Bestandteil der Gewürzmischung „Kräuter der Provence“.

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