Bockshornklee

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Bockshornklee – Heilkraut bei den alten Ägyptern

Der Bockshornklee gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und kommt aus dem Mittelmeerraum. Schon im alltägyptischen Papyrus Ebers (um 1600 v. Chr.) ist eine Rezeptur zur Behandlung von Brandwunden überliefert, die auch Bockshornklee enthält.

Aber auch die Griechen und Römer der Antike schätzten ihn als Heilkraut, etwa als Mittel zur Beruhigung oder zur Behandlung der unterschiedlichsten Frauenleiden. Früher wurde der Bockshornklee manchmal auch als Futterpflanze für Rinder eingesetzt, wobei darauf zu achten war, ihn einige Zeit vor dem Schlachten abzusetzen, weil das Fleisch sonst einen unangenehmem Geruch hatte. Die Blütezeit von Bockshornklee ist von April bis Juli.

Bockshornklee – Merkmale und Eigenschaften

Die einjährige, bis 50 cm hohe, etwas unangenehm riechende Pflanze ist mit kräftigem Stängel und dreizähligen Blättern ausgestattet. Aus den gelblichweißen Schmetterlingsblüten, die in den Blattachseln sitzen, entwickeln sich längliche, schnabelartig gebogene Früchte mit bis zu 20 Samen.

In ihrer Heimat wächst die Pflanze zumeist auf Brach- oder Grasflächen. In Mitteleuropa wird sie gelegentlich angebaut, sodass man sie manchmal auch verwildert findet. Im Garten ist ein sonniger Platz mit nicht zu schwerem Boden zu empfehlen.

Die Pflanze hat appetitanregende, milchtreibende, fiebersenkende, lindernde, nahrhafte und diätetische Eigenschäften. Verwendet werden die reifen Samen, die man im Herbst (etwa vier Monate nach der Blüte) ernten kann.

Dazu schneidet man die gesamte Pflanze ab und hängt sie zum Trocknen an einen sonnigen Platz. Später werden die Samen ausgeschüttelt und durch Sieben von unerwünschten Blättern und Fruchtschalenstücken gereinigt, um sie dann in gut schließenden Glas- oder Porzellangefäßen aufzubewahren. Mahlen sollte man den Samen erst kurz vor der Benutzung, weil bei längerer Lagerung des Pulvers viel Aroma verloren geht.

Bockshornklee in der Küche, Gesundheit und Kosmetik

In der Küche lässt sich der gemahlene Samen zum Würzen von Currygerichten verwenden, aber man kann damit auch herkömmlichen Saucen, Eintöpfen und Gemüsegerichten eine „orientalische Note“ geben. Gekeimte Samen lassen sich für Salate, aber auch als Brotbelag benutzen.

Die nahrhaften Samen werden oft zur Kräftigung während des Genesungsprozesses geschwächter Patienten verordnet, etwa nach einer langwierigen, infektiösen Krankheit. Sie wirken auch fiebersenkend, und ihre lindernden Eigenschaften helfen bei Magenschleimhautentzündung und Magengeschwüren.

Bei stillenden Müttern soll sich die Milchsekretion verbessern, aber ein Tee aus den Samen soll auch bei Mandelentzündung und verschleimter Lunge hilfreich sein.

Äußerlich kann man die Samen als Paste bei Abszessen, Furunkeln und Geschwüren auftragen, die dadurch schneller ausreifen, aufplatzen und verheilen, aber auch bei Verbrennungen. Die Samen sollen außerdem Mundgeruch beseitigen,

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