Dill

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Dill (Gurkenkraut) ist ein Küchenkraut und -gewürz, das aus dem östlichen Mittelmeerraum, wahrscheinlich gar aus Indien, stammt. Die Pflanze duftet und schmeckt kümmelähnlich würzig, nur milder und erfrischen­der.

Dill – Herkunft und Eigenschaften

Dill wurde schon von den Ägyptern der Pharaonenzeit verwendet. So empfiehlt ein altes Rezept, das man im Papyrus Ubers (ca. 1600 v. Chr.) niedergeschrieben fand, den Dill als eine der Zutaten für eine schmerzstillende Arznei, während man sich das Kraut im antiken Griechenland auf die Augen gelegt haben soll, um besser einschlafen zu können.

Im Mittelalter versuchte man dagegen, durch Verbrennen der Pflanze Gewitterwolken zu veitreiben. Der Name Dill leitet sich vermutlich vom altnordischen Dilla ab, was soviel wie „lindern“ bedeutet. Die Blütezeit ist von Juli bis September.

Die Einjährige, bis 75 cm hohe Pflanze mit aufrechtem, langen Stängel und stark zerteilten Blättern, deren Stiel sich an der Basis zu einer stängelumfassenden Scheide verbreitert. Die zahlreichen gelben Blüten sind in bis zu 15 cm großen Dolden angeordnet. Die sehr leichten Früchte haben einen scharfen Geschmack. Typisch ist auch der aromatische Geruch der Pflanze.

Diese uralte Kulturpflanze braucht im Garten einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit nicht zu trockenem, aber gut durchlässigen Boden. In Mitteleuropa findet man manchmal auch verwilderte Dillpflanzen, etwa an Wegrändern, Feldrainen.

Dill hat verdauungsfördernde, blähungs- und harntreibende sowie aromatische Eigenschaften.

Dill – Gesundheit und Kosmetik

Dill ist aber auch ein begehrtes Heilkraut. So gilt er als Mittel zur Bekämpfung von Blähungen/Darmkrämpfen oder Koliken, und er wird in Husten-, Erkältungs- und Grippemitteln verwendet.

Außerdem lässt sich durch Kauen der Samen schlechter Atem überdecken. Dill soll aber auch die Milchproduktion steigern und kann Koliken bei Babys verhindern, wenn stillende Mütter ihn regelmäßig zu sich nehmen. Äußerlich wird Dill zur Behandlung von Geschwüren und bei Augenentzündungen verwendet.

Dill in der Küche verwenden und richtig zubereiten

Dillblätter können zum Verfeinern von Suppen und Soßen, Fisch und Fleisch, etwa Kochfisch- oder Hammelfleischgerichten, Tomaten-, Rohkost- und Gurkensalat, Eier- und Quarkspeisen sowie für Kräuterbutter verwendet werden.

Sowohl die Blütendolde als auch die Samen nimmt man zum Einlegen von Gurken. Die reifen Samen können als Kümmelersatz dienen und gemahlen auch zum Würzen verwendet werden. Außerdem lassen sich Öl oder Essig mit Dill geschmacklich verfeinern.

Beim Dill werden alle ober­irdischen Teile verwendet, also Blüten, Fruchtdolden, Früchte, Blätter und Stiele, getrocknet oder besser frisch (Dillgrün), zum Würzen von Salaten vor allem Gurkensalat, hellen Saucen, neuen Kartoffeln, jungem Kohl, eingelegtem Gemüse oder Fisch (Aal).

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