Fenchel

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Der Fenchel gehört zu Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und stammt aus dem Mittelmeerraum und Westasien. Fenchel wird schon auf uralten Steintafeln als Bestandteil von Parfüms erwähnt und in Papyri aus der Pharaonenzeit als Gewürz. In der Antike glaubte man, Schlangen würden Fenchel fressen, um ihre ursprünglich Sehkraft wiederzuerlangen, und im frühen Mittelalter hielt man die Pflanze für ein Zauberkraut gegen die Hexerei.

Fenchel – Anbau und Ernte

Die Blütezeit von Fenchel ist Juli bis September. Die mehrjährige, bis 1,50 m hohe, aromatische Pflanze ist mit einem fein gerillten, oft blau überlaufenen Stängeln und dunkelgrünen, fadenförmig gefiederten Blättern. Die kleinen, gelblich grünen Blüten sind in einer Dolde angeordnet; die flach eiförmigen Früchte zeigen auffällige Längsrippen.

Wildwachsend kommt die Pflanze an trockenen Standorten vor, etwa auf Felshängen oder an alten Steinmauern. Im Garten bevorzugt der Fenchel warme, sonnenüberflutete Plätze mit humusreicher Erde. Eine Kultur in Töpfen ist ebenfalls möglich.

Die Pflanze hat aromatische, appetitanregende, verdauungsfördernde, blähungs- und harntreibende sowie krampflösende Eigenschaften. Die Ernte der Samen erfolgt im Herbst. Dazu schneidet man die gesamten Samenstände ab und hängt sie gebündelt im Schatten (über einem Tuch) zum Trocknen auf. Später schüttelt man die Samen heraus und bewahrt sie in dunklen Glas- oder in Porzellangefäßen auf.

Fenchel in der Küche – Inhaltsstoffe und Lagerung

In der Küche lassen sich die frische Fenchelblätter zum Verfeinern von Salaten, Suppen und Saucen sowie Fischgerichten verwenden, außerdem benutzt man sie zum Würzen von Brot und anderen Backwaren.

Eine Kulturform der Pflanze, der Gemüsefenchel, besitzt über 10 cm lange „Knollen“, bei denen es sich um die Grundblätter handelt, die zu einer bis 400g schweren Zwiebel verdickt sind. Verwenden lässt diese sich für Salate, man kann sie aber auch dünsten oder schmoren und dann beispielsweise als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten servieren. Das etwas harte Außenblatt der Zwiebel wird vor der Zubereitung entfernt. Es kann aber noch als Suppengrün verwendet werden, und verleiht der Suppe sogar eine ganz besondere Note.

Die Früchte einer anderen Varietät, die Gewürz- oder Süßfenchel  genannt wird, benutzt man in erster Linie zum Würzen.

Fenchel – Heilkunde und positive Eigenschaften

Aus den Samen hergestellter Fencheltee wirkt schleimlösend bei Husten. Ungezuckerter Tee lindert Blähungen (auch für Kinder geeignet). Fenchelsamen sind aber auch appetitanregend, harntreibend und haben eine entzündungshemmende Wirkung, sodass ein Aufguss aus Fenchelsamen ein geeignetes Mittel zum Gurgeln bei Halsschmerzen ist.

Das Öl aus Fenchelsamen wird zur Herstellung von Hustenbonbons, Likör und Parfüm verwendet, wirkt aber auch wohltuend bei trockener und spröder Haut. Die Samen sorgen für einen guten Atem, Gesichtsdampfbäder aus Blättern und Samen für eine Tiefenreinigung der Haut.

Doch Vorsicht! Fenchelsamen enthalten giftige Substanzen, sodass die empfohlene Dosis bei Arzneien niemals überschritten werden darf.

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