Hauswurz

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Die Hauswurz gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und kommt aus Europa. Schon Karl der Große wies seine Untertanen im Capitulare villis an, Hauswurz auf die Dächer zu pflanzen, um die Häuser vor Blitzschlag zu schützen – ein Aberglaube, der sich lange gehalten hat.

Die Blütezeit von Hauswurz ist von Juli bis September. Die ausdauernde, bis 10 cm hohe Pflanze ist mit einer großen Rosette aus fleischigen Blättern und beblätterten Blütenstängeln, an deren Spitze die rosa bis roten Blüten sitzen, ausgestattet.

Die Hauswurz kommt wildwachsend von den Alpen bis zu den Pyrenäen auf felsigen Standorten vor. In Mitteleuropa wurde die Pflanze dadurch eingebürgert, dass man sie vielerorts zum Schutz vor Blitzeinschlag auf die Hausdächer pflanzte. Heute ist sie eine beliebte Zierpflanze für Steingärten.

Die Pflanze besitzt adstringierende, entzündungshemmende, erweichende und erfrischende Eigenschaften. Verwendet werden nur frische Blätter, die man im Sommer erntet, wobei man hauptsächlich auf die äußeren Rosettenblätter zurückgreift.

Der kühlende und adstringierende Presssaft der Blätter kann äußerlich bei kleinen Verletzungen angewendet werden, denn da die Pflanze sowohl adstringierende als auch erweichende Eigenschaften besitzt, wird die Haut nicht nur zusammengezogen, sondern
außerdem weich gemacht, was den Heilungsprozess beschleunigt.

Die Hauswurz lässt sich aber auch gut zur Behandlung juckender oder schmerzender Insektenstiche verwenden oder bei leichten Verbrennungen.

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