Hopfen

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Der Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabacme) und kommt aus Europa und Westasien. Hopfen wird in Europa mindestens seit dem 8. Jahrhundert zum Bierbrauen verwendet, aber wahrscheinlich benutzten ihn schon die alten Ägypter für diesen Zweck.

Hopfen – Heilpflanze und Grundlage für ein gutes Bier

Als Heilpflanze ist Hopfen erstmals im Mittelalter erwähnt. Da Hopfen eine sehr schnell wachsende Pflanze ist, hieß es früher auch, man müsse bei einsetzender Kahlköpfigkeit nur einige seiner Haare mit einem Hopfensteckling vergraben, und die Haarpracht wäre bald wieder hergestellt.

Die Blütezeit von Hopfen ist von Juni bis Juli. Hopfen ist eine ausdauernde Kletterpflanze, die bis zu 7 m lange Triebe ausbilden kann. Es gibt weibliche und männliche Pflanzen, wobei sich die Hopfenzapfen an den weiblichen Pflanzen entwickeln (Hopfenzapfen sind aus Blättern bestehende, zapfenähnliehe Gebilde).

Die Art kommt wildwachsend in Auwäldern, zwischen Sträuchern sowie an Bach- und Flussufern vor; außerdem wird Hopfen überall im nördlichen Europa gewerbsmäßig angebaut. Für die Kultur im Garten benötigt man einen sonnigen, offenen Platz und eine Kletterhilfe für die langen Triebe. Denken Sie daran, rechtzeitig weiblichen Pflanzen durch Stecklinge zu vermehren, denn Pflanzen aus Samen zu ziehen ist sehr mühsam.

Hopfen – heilende Eigenschaften und solides Küchenprodukt

Hopfen hat beruhigende, krampflösende und aromatische Eigenschaften. Die Zapfen können frisch verwendet werden, zumeist nutzt man sie aber in getrockneter Form. Dazu werden die Fruchtstände im Frühherbst gepflückt und bei niedrigen Temperaturen an einem luftigen Ort getrocknet, wobei sie häufiger aufgeschüttelt werden müssen. Die Aufbewahrung erfolgt in lichtgeschützten Gefäßen oder an einem dunklen Platz.

In der Küche können die jungen Seitentriebe wie Spargel zubereitet oder auch in Salaten verwendet werden. Und natürlich ist der Hopfen eine der wichtigsten Zutaten für das Bierbrauen, denn er verleibt dem Bier den typischen, leicht bitteren Geschmack (die landwirtschaftliche Gesamtproduktion an Hopfen für das Brauereiwesen liegt bei etwa 125000 Tonnen, wobei Deutschland das größte Erzeugerland ist).

Als dekorative Gartenpflanzen gibt es außerdem eine Reihe unterschiedlicher Zuchtformen, etwa solche mit goldgelben Blättern, die sich sehr gut in Trockenblumensträußen verwenden lassen.

Hopfen – beruhigend und schlaffördernde Eigenschaften

Hopfen wird hauptsächlich wegen seiner beruhigenden Wirkung geschätzt. So kann man ein „Hopfenkissen“ als Einschlafhilfe verwendet oder vor dem Schlafengehen einen Tee aus Hopfenblüten trinken.

Die Hopfenpflanze hilft aber auch gegen Reizbarkeit und nervöse Unruhe. Dank seiner krampflösenden Wirkung kann Hopfen auch bei bestimmten Formen von Asthma und bei
Menstruationsschmerzen angewendet werden, und er unterstützt die Verdauung, da er die Bitterstoffe das Verdauungssystems anregt, die Magen- und Darmsaftsekretion steigert sowie entspannend bei Krämpfen und Koliken wirkt.

Außerdem wirkt ein Tee aus Hopfenblüten leicht abführend.

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