Huflattich

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Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt aus Asien. Der Huflattich wird seit mindestens 2500 Jahren als Hustenmittel angewendet, was auch an seinem umgangssprachlichen Namen erkennbar ist, denn tussis bedeutet Husten. Die Blütezeit von Huflattich ist von März bis April.

Die ausdauernde, bis 20 cm hohe Pflanze ist mit filzig behaarten Blütenstängeln, die dicht von violett überlaufenen Schuppenblättern bedeckt sind und schon vor den Blättern erscheinen, ausgestattet. Die gelben Blüten bestehen aus kleinen Röhren- und langen gelben Zungenblüten. Die großen, herzförmigen Blätter sind oberseits dunkelgrün und unterseits weißfilzig behaart.

Der Huflattich kommt hauptsächlich auf Brachflächen und an steinigen Wegrändern vor, wobei feuchte, lehmige Böden bevorzugt werden. Die Pflanze besitzt husten lindernde, auswurffördemde, adstringierende, erweichende und schmerzstillende Eigenschaften.

In der Küche wurde der Huflattich früher gern für Salate und Suppen benutzt oder auch feingehackt als Brotbelag verwendet Allerdings entdeckte man dann, dass die Pflanze Pyrrolizidinalkaloide enthält, die gesundheitliche Schäden verursachen können. Daher wird von einer Verwendung als Küchenkraut abgeraten.

Bis zur Entdeckung der Pyrrolizidinalkaloide war der schleimhautschützende und auswurffördernde Huflattich ein sehr beliebtes Mittel bei Atemwegserkrankungen. Heute wird er therapeutisch nur noch selten und dann auch nur kurzfristig eingesetzt.

Da der Huflattich gefährliche Substanzen (Pyrrolizidinalkaloide) enthält, die bei längerer Einnahme schwere Leberschäden hervorrufen können, sollte man ihn heute weder in der Küche noch für therapeutische Zwecke benutzen.

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