Majoran

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Der Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und stammt vermutlich aus Südwest- oder Zentralasien, war aber schon bei den alten Ägyptern heimisch.

Majoran – Küchenkraut in der Antike und zuvor

Majoran (Meiran, Wurstkraut) ist ein Kü­chenkraut, mit dem schon die alten Ägypter würzten. Das Kraut wird während der Blüte geerntet, luftig getrocknet und zerrieben. Der Ge­halt an ätherischen Ölen verleiht dem Majoran sein typisches Aroma und einen leicht bitteren Geschmack.

Bei den Römern gehörte der Majoran angeblich zu den zehn wichtigsten Küchenkräutern, aber man schätzte die Pflanze im antiken Griechenland und Rom auch als Heilkraut, beispielsweise zur Behandlung von Kopfschmerzen und Schnupfen, und man benutzte ihn als (vermutlich wirkungsloses) Gegengift bei Skorpionsstichen. Die Blütezeit ist von Juni bis September.

Der beste Majoran kommt aus Thü­ringen, dann folgt der tschechische, der bayerische und schließlich der französische. Heute wird Majoran überwiegend aus Frankreich und Chile importiert. Majoran dient zum Würzen von Wurst, Fleischgerich­ten, Hammel, Geflügel, Fischsaucen und Suppen.

Majoran – Eigenschaften & Verwendung in der Küche

Der Majoran besitzt aromatische, verdauungsfördernde, krampflösende, anti-neuralgische und sedative Eigenschaften. Frische, junge Blätter können während der gesamten Vegetationsperiode zum Würzen geerntet werden.

Das zum Trocknen vorgesehene Kraut wird kurz vordem Öffnen der Blüte geerntet und bündelweise an einem luftigen Platz im Schatten aufgehängt (normalerweise treibt die Majoranpflanze nach dem Schnitt noch einmal aus).

Die Aufbewahrung des trockenen, zerkleinerten Krautes sollte in gut verschließbaren Glas- oder Porzellangefäßen erfolgen, damit das reiche Aroma möglichst lange erhalten bleibt.

Frische Blätter oder auch das getrocknete Kraut können zum Würzen von Lamm-, Hammel-, Rind- und Schweinebraten sowie Fischgerichten und Geflügel verwendet werden. Man nimmt Majoran aber auch für Wild, Hackfleisch- und Kartoffelgerichte, Pasteten, Pizza, Aufläufe sowie deftige Eintöpfe oder Soßen, und er eignet sich zum Verfeinern von Quarkgerichten, Frischkäse und Salaten, etwa Tomatensalat.

Eine wichtige Rolle spielt der Majoran außerdem für die industrielle Wurstherstellung.

Majoran für Gesundheit und Kosmetik

Vor allem wegen seiner stimulierenden und krampflösenden Eigenschaften ist Majoran nicht nur ein wertvolles Küchengewürz, sondern er lässt sich auch therapeutisch anwenden.

So nimmt man ihn bei Verdauungsbeschwerden, etwa Blähungen und Koliken, bei Erkältungen und Husten, aber auch zur Stärkung des Nervensystems.

Außerdem gilt die Pflanze als gutes Tonikum bei Angstzuständen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit und man kann Aufgüsse auch zum Einreiben bei rheumatischen Beschwerden nehmen.

Tipp für Majoran – Majoran richtig verwenden!

Ein kleines Säckchen aus grobem Leinen mit einer Mischung aus getrockneten Majoran-blättern und Ringelblumenblüten befüllen und in den Kleiderschrank hängen – nun riecht die Kleidung nicht nur herrlich frisch, sondern hält gleichzeitig Motten fern.

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