Safran

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Safran gehört zu Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Es handelt sich um eine bereits sehr lange in Gebrauch befindliche Pflanze, die man im antiken Griechenland und Rom nicht nur als Medizin verwendete, sondern auch in der Küche sowie zum Schminken.

Safran – Herkunft und Anbau

Später wurde der Safran dann überall in Europa zu einem ganz besonders begehrten Gewürz, das für den Normalbürger praktisch unbezahlbar war. Die Blütezeit ist von Oktober bis November.

Die ausdauernde, bis 25 cm hohe Pflanze mit einer kleinen, unterirdischen Knolle und schmalen, bis 40 cm langen Blättern, die zusammen mit den violetten Blüten erst im Herbst erscheinen. Besonders auffällig sind die drei dunkelroten, fadenförmigen Narben, und dies sind auch die einzigen Teile der Pflanze, die verwendet werden.

In Mitteleuropa kommt der Safran nur kultiviert vor. Soll er im Garten angepflanzt werden, wählt man einen sonnigen, warmen Platz mit nährstoffreichem, gut durchlässigen Boden, und man nimmt am besten im Handel erworbene Zwiebeln, denn aus Samen gezogene Pflanzen blühen erst nach drei Jahren.

Safran wird heute in großem Maßstab für die kommerzielle Nutzung angebaut, etwa in Spanien, aber auch im Iran und in Indien. Für 1 kg des Gewürzes werden 150000 Blüten benötigt – dennoch beträgt die Jahresproduktion etwa 300 Tonnen.

Safran – Funktion und Verwendung in der Küche

Die Safranpflanze besitzt aromatische, appetitanregende und schmerzlindernde Eigenschaften. Außerdem enthält sie sehr viel Vitamin B1 und B2.

In der Küche kann Safran zum Würzen von Soßen benutzt werden, die man zu Lamm-, Hammel-, Fisch-, Geflügel- und Kalbfleischgerichten servieren möchte, er ist aber auch ein beliebtes Färbemittel für Lebensmittel.

So gibt er dem Safranreis seine gelbe Farbe und der spanischen Paella außerdem den unverwechselbaren Geschmack. Man nimmt Safran aber auch bei der Zubereitung von Milchreis, Pudding und Kuchen.

„Safran macht den Kuchen gel“, wie es schon in einem alten Kinderreim heißt. Wichtig ist es, das Gewürz sparsam zu verwenden, weil die Gerichte sonst einen bitteren Geschmack bekommen.

Safran lässt sich zum Einleiten der Periodenblutung und bei Menstruationsschmerzen einsetzen, aber auch bei Verdauungsstörungen und Koliken. Äußerlich angewendet, eignet er sich zur Behandlung von entzündetem Zahnfleisch, er hilft aber auch Kleinkindern während des Zahnens (ein wenig Pulver mit Honig vermischen und sofort verbrauchen), und man kann ihn bei Verbrennungen und leichten Abschürfungen einsetzen.

Allerdings wird der Safran nur noch selten als Heilmittel verwendet, vor allem, weil nicht die gewünschte Wirkung mit Kräutern erreichen lässt, die weniger teuer in der Herstellung sind.

Safran in der Schwangerschaft

Doch Vorsicht! Safran darf wegen der Gefahr von Fehlgeburten während der Schwangerschaft nie als Arznei eingenommen werden und auch als Gewürz sollte man es in dieser Zeit nur Sparsam verwenden.

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