Salbei

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Salbei – ein bekanntes Heilkraut im Mittelalter

Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), stammt aus dem Mittelmeerraum und wird bereits seit dem Altertum kultiviert. Schon der wissenschaftliche Gattungsname des Salbei enthält einen Hinweis auf seine medizinische Anwendung, denn er geht auf das lateinische salvus zurück, was soviel wie „gesund* bedeutet, und im Mittelalter hieß es sogar. „Warum soll der Mensch sterben, wenn Salbei in seinem Garten wächst?“

Hieronymus Bock empfiehlt die Pflanze in seinem Kräuterbuch von 1539 den ärmeren Leuten, die sich keinen Arzt leisten können, und einem verschmähten Jüngling riet man früher, einige seiner eigenen Haare mit denen seiner Angebeteten durch ein Salbeiblatt zu ziehen und dies dann unter der Türschwelle der Frau zu vergraben, um auf diese Weise doch noch zum Ziel zu kommen. Die Blütezeit von Salbei ist von Juni bis August.

Salbei – Merkmale und Eigenschaften eines Heilkrauts

Der ausdauernder, bis 80 cm hoher, immergrüner, an der Basis verholzter Halbstrauch ist mit vierkantigen Stängeln und länglich-elliptischen, filzig behaarten grau-grünen oder purpurroten Blättern ausgestattet.

Die blauen bis violetten Blüten sind in Form einer Ähre quirlartig um den Stängel angeordnet. Insgesamt gibt es mehrere Hundert Salbei-Arten, von denen sich viele als Küchenkräuter oder in der Naturheilkunde verwenden lassen. Der bei uns nur in Kultur vorkommende Echte Salbei benötigt einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem, mögliehst kalkhaltigem Boden. In Regionen mit strengem Frost ist ein guter Winterschutz notwendig. Man kann die Pflanzen aber auch in Töpfen auf der Fensterbank ziehen.

Der Salbei hat adstringierende, verdauungsfördernde, antiseptische, galletreibende, balsamische, aromatische, entzündungshemmende, blähungstreibende, auswurflördernde, schweißhemmende und tonische Eigenschaften.

Außerdem sagt man ihm eine Östrogene Wirkung nach, junge Blätter und Triebe können den ganzen Sommer über geschnitten werden. Sollen größere Mengen zum Trocknen geerntet werden, darf dies nicht zu spät im Jahr geschehen, damit sich die Pflanzen vor dem Winter noch ausreichend regenerieren können. Getrockneter Salbei sollte in gut verschließbaren Gefäßen aufbewahrt werden.

Salbei in der Küche, Gesundheit und Kosmetik

In der Küche kann der Salbei (sparsam) zum Würzen von Kalb-,Rind- und Schweinefleisch sowie Leber verwendet werden, eignet sich aber auch für Geflügelfüllungen oder zum Verfeinern von Gemüse und Quark.

Außerdem lässt er sieh zur Herstellung von Kräuteröl oder Kräuteressig benutzen. Das volle Aroma entfaltet der Salbei erst, wenn er mit mitgekocht bzw. schon beim Anbraten zugegeben wird. Mit anderen Küchenkräutern „verträgt“ sich der Salbei nicht sehr gut.

Die Blätter des Salbeis besitzen antiseptische und adstringierende Eigenschaften, sodass man sie in Form von Mundwasser bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum einsetzt, aber auch bei entzündeten Hautabschürfen.

Ein Salbei-Tee wird manchmal bei Magen- und Darmbeschwerden angewendet, etwa Blähungen oder Entzündungen der Darmschleimhaut, er gilt aber auch als Mittel, das eine übermäßige Schweißbildung verhindert, sodass man ihn verwenden kann, um starken Nachtschweiß in Stresssituationen zu mindern.

Zum Reinigen von fettiger oder großporiger Haut sind Gesichtsdampfbäder aus Blättern hilfreich, und nach einem anstrengenden Tag wirkt ein heißes Bad mit einem Zusatz von Salbeiblättern beruhigend und entspannend.

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