Sellerie

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Sellerie gehört Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie stammt aus Europa, Asien und Nordafrika. Sellerie wurde schon vor mindestens 3000 Jahren im Ägypten der Pharaonenzeit kultiviert und seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. auch in China.

Sellerie – Herkunft und Eigenschaften

Im antiken Griechenland und Rom muss die Pflanze eine Rolle im Totenkult gespielt haben, denn man findet zahlreiche Grabmalen die mit den Sellerieblättern geschmückt wurden. Nach Mitteleuropa ist er vermutlich erst im Mittelalter gekommen. Die Blütezeit ist von Juli bis September.

Der zweijährige Sellerie entwickelt im ersten Jahr nur wenige Blätter, bevor er dann im zweiten Jahr zu einer bis 1 m hohen Pflanze mit hohlen Stängeln heranwächst. Die langgestielten, liederteiligen Blätter haben einen gezähnten Rand. Die kleinen weißen Blüten, die auch erst im zweiten Jahr gebildet werden, sind in einer Dolde angeordnet.

Auffallend ist der aromatische Geruch der gesamten Pflanze. Der schon seit Jahrtausenden kultivierte Sellerie kommt in der Natur hauptsächlich an salzhaltigen Standorten vor, etwa auf Salzwiesen. Beim Anbau im Garten bevorzugt die Pflanze nährstoffreichen, feuchten Boden.

Der Sellerie hat anti-rheumatische, blähungstreibende, krampflösende, harntreibende sowie blutdrucksenkende Eigenschaften, gilt aber auch als gutes Antiseptikum dir den Urogenitaltrakt.

Die Ernte der Knollen und verdickten Blattstiele erfolgt von Oktober bis November (auf jeden Fall vor dem ersten Frost). Die Knollen können eine Zeit lang an einem kühlen Ort aufbewahrt werden.

Sellerie in der Medizin und Küche

Für medizinische Zwecke lassen sie sich auch trocknen und dann in gut schließenden Gefäßen lagern. Nicht verbrauchten Stangensellerie kann man in Zeitungspapier einwickeln und auf diese Weise eine Zeit lang kühl aufheben. Auch ein Einfrieren dir Kochzwecke ist möglich. Sellerieblätter werden nach Bedarf geschnitten und frisch verwendet oder eingefroren bzw. getrocknet.

Es gibt von dieser Art mehrere Varietäten, darunter den Schnittsellerie (A. graveolens var. secalinum) mit einer normal dünnen Wurzel sowie besonders aromatischen Blättern, die gern als Suppengrün benutzt werden und getrocknet Bestandteil des Selleriesalzes sind, oder den Knollensellerie (A. graveolens var. rapaceum) der eine fleischige, rundliche Wurzel besitzt, die sich roh beispielsweise in Salaten verwenden, aber auch zu Essiggemüse verarbeiten lässt. Dagegen entwickelt der Staudensellerie oder Bleichsellerie (Apium graveolens var. dulce) verdickte Blattstiele, die als Gemüse zu kalten Platten, für Kräuterdips oder als Knabberstangen zu Bier serviert werden können.

Sellerie – Gesundheit und Kosmetik

Die Samen wurden früher bei rheumatischen und arthritischen Beschwerden oder bei Blasen- und Nierenleiden angewendet. Außerdem benutzt man den als harntreibend geltenden Sellerie gern bei arthritischen Problemen, die durch Ablagerung von Abfallprodukten entstehen.

Die Pflanze, die schon seit dem Altertum auch als Aphrodisiakum gilt, wird heute nicht mehr sehr häufig für Heilzwecke verwendet. Da er aber vitamin- und mineralreich ist, stellt er aber in jedem Fall eine gesunde Bereicherung für die Nahrung dar.

Vorsicht bei Sellerie

Sellerie kann bei empfindlichen Personen in Verbindung mit Sonnenlicht Allergien (Wiesendermatitis) auslösen.

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