Thymian

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Thymian – Heilkraut im alten Ägypten und Griechenland

Der Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und stammt aus dem Mittelmeerraum. Im alten Ägypten benutzte man den Thymian zum Einbalsamieren der Verstorbenen, aber auch zur Herstellung von Parfüm, während er als Gewürz oder Heilpflanze augenscheinlich keine Rolle spielte.

Das änderte sich im antiken Griechenland, wo die Pflanze zumindest als Gewürz verwendet wurde, und in den mittelalterlichen Kräuterbüchem taucht sie dann auch als begehrtes Heilkraut zur Behandlung von Keuchhusten und Asthma sowie als Wurmmittel auf. Die Blütezeit von Thymian ist von Mai bis September.

Echter Thymian – Merkmale und Eigenschaften

Die ausdauernder, bis 40 cm hoher, teilweise niederliegender, sehr aromatischer Kleinstrauch ist mit verholzender Basis und kleinen länglichen Blättern, deren Rand nach unten eingerollt ist; die rosa Blüten sind in Ähren angeordnet, ausgestattet.

In ihrer Heimat kommt die Pflanze an trockenen Standorten vor, beispielsweise auf Schotterhalden. Nördlich der Alpen findet man den nicht winterharten Thymian dagegen nur in Gärten, wo er einen sonnigen Platz mit sehr gut durchlässigem Boden und Winterschutz benötigt. Aber auch eine Kultur im Topf auf der Fensterbank ist möglich.

Thymian besitzt aromatische, antiseptische, verdauungsfördernde, tonische, reinigende, hustenlindernde, schleimlösende und anregende Eigenschaften. Junge Triebe, die frisch verwendest werden sollen, können den ganzen Sommer über gepflückt werden, bei Zimmerpflanzen auch im Winter, allerdings in Maßen.

Zum Trocknen vorgesehene Teile werden kurz vor Blüte geerntet, wobei um die Mittagszeit geschnittene Sprossspitzen die beste Qualität haben sollen.

Verwendet werden nur die unverholzten Teile (die letzten 10 cm unter den Blüten), die an einem schattigen, luftigen Platz auf Papier getrocknet und dann ausgeklopft werden. Die abfallenden Blätter und Blüten kann man in Glas- oder Porzellangefäßen aufbewahren.

Thymian in der Küche, Gesundheit und Kosmetik

In der Küche eignet sich der Thymian zum Würzen von Suppen, Saucen, Hackfleischgerichten, Pasteten, Wild, Lamm, Rinderbraten, Geflügel, Eintopfgerichten und natürlich Pizza.

Dabei kann das appetitanregende Kraut mitgekocht oder vor dem Servieren roh über das Gericht gestreut werden. Der Thymian ist aber auch eine gute Bienenfutterpflanze, die dem Honig einen sehr charakteristischen Geschmack verleiht.

Seine antiseptischen Eigenschaften machen den Thymian zu einem guten und angenehm schmeckenden Mundwasser, das man bei Zahnfleischbeschwerden und anderen Entzündungen im Mund- und Rachenraum einsetzen kann, aber auch zur Reinigung kleiner Verletzungen.

Das Kraut hat aber auch eine desinfizierende Wirkung auf den Magen-Darmtrakt und die Atemwege, und man setzt es häufig als schleimlösendes Mittel bei Bronchitis, Keuchhusten und Asthma ein (nicht zu lange anwenden).

Außerdem hilft Thymian bei Insektenstichen und Ischias oder rheumatischen Schmerzen. Im Badewasser wirkt ein Aufguss anregend und belebend, aber auch reinigend und antiseptisch bei fettiger oder unreiner Haut.

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