Aprikose

Die Aprikose wird auch Marille genannt und stammt aus Zentralasien. Sie ist sehr wärmebedürftig. Deshalb wird sie in europäischen Gärten bislang nur selten angebaut. Aber auch unter weniger günstigen Witterungsbedingungen kann ein Aprikosenbaum, etwa an einer warmen Südwand, gedeihen.

Welche Aprikosensorten gibt es?

Bei der Aprikose gibt es verschiedene Arten. Die Sorte „Bergeron“ stellt weniger Ansprüche als andere Arten. Deshalb ist sie für die Zucht im europäischen Raum am besten geeignet. Eine gute Winterhärte bringen zudem die Sorten „St. Julien A“ und „GF655/2“ als Veredlungsunterlage. Schwach wachsend ist außerdem die Pflaumen-Unterlage „Pumi-Select“.

Pflanzzeit, Standort und Boden für Aprikosenbäume

Die Aprikose sollte im Frühjahr an einen vollsonnigen, warmen, windgeschützten und regengeschützten Standort gepflanzt werden. Ideal ist eine südlich gelegene Hauswand. Der Platzbedarf beträgt allerdings 8m² für freistehende Bäume.

Außerdem ist ein nährstoffreicher und eher trockener Boden ratsam. Steinige und humose Lehm- oder Lößböden werden gerne angenommen. Feuchte Erde bzw. Erdböden mit schlechtem Wasserabzug vergrößern wiederum die Anfälligkeit von Krankheiten. Des Weiteren sollte der Boden speziell vor dem Pflanzen gut gelockert werden, um der Aprikose den Start zu erleichtern.

Pflege von Aprikosenbäumen

Die Pflege beginnt schon mit dem Einpflanzen von dem Aprikosenbaum. Schließlich muss der Wurzelballen so tief gesetzt werden, dass sich seine Oberfläche auf der Ebene des Erdbodens befindet. Danach wird das Loch wieder mit Erde zugeschüttet und der junge Baum gemulcht. Als Mulch dient eine dünne Schicht Gartenkompost.

Ebenso können nährstoffarme oder sandige Böden mit Rindenkompost oder Laub gemischt werden. Jedes weitere Jahr werden für 1m² 3 Liter Gartenkompost zum Düngen, um den Baum herum gestreut. Hinzukommend kann eine schwache Patentkali-Düngung nach der Ernte der Aprikose die Frosthärte erhöhen. Nicht zu vergessen ist zudem, das Gießen bei absoluter Trockenheit im Sommer.

Ähnlich ist es mit dem Schnitt. Nach dem Ernten sollte es nämlich, zu einem leichten Stutzten kommen. Vor allem die Triebe der Astoberseite müssen entfernt werden. Im Alter werden Fruchtaustrieb und Fruchtansatz der Aprikose nachlassen. Nun gilt es, das Fruchtholz zu erneuern. Hierbei werden die Zweige auf die Höhe junger Seitentriebe gekürzt, die sich dicht an der Zweigbasis befinden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Aprikose wird gerade bei feuchtem Wetter bzw. zu nassen Boden häufig krank. Vor allem die Spitzendürre ist eine Plage, welche auch bei Sauerkirschen bekannt ist. Eine weitere Erkrankung ist die Schrotschusskrankheit. Zudem gibt es noch die unheilbare Scharka-Krankheit.

Neben den Krankheiten können der Aprikose auch Schädlinge wie Wühlmäuse oder die Kirschessigfliege schaden.

Überwinterung

Der Obstbaum selber hat keine Probleme zum Überwintern. Späte Winterfröste können allerdings die Ernte ausfallen lassen. Blüht die Aprikose schon, obwohl noch Fröste angesagt sind, kann die Baumkrone mit Wintervlies eingehüllt werden. Somit erfrieren die Blüten manchmal nicht.

Ernte von Aprikosenbaum

Meist ist die Aprikose selbst befruchtend. Allerdings gibt es auch Sorten, welche einen zweiten Baum zum Befruchten brauchen. In diesem Fall sollte ein 2. Baum der pollenspendenden Sorte gleich mit erworben und daneben gepflanzt werden.

Die Bestäubung der Aprikose an sich übernehmen dann im März die Bienen und Hummeln. Ab Juli kann dann die Ernte beginnen. Vollreife Früchte sind daran zu erkennen, dass die an der Sonnenseite rötliche Wangen bekommen.

Außerdem gibt eine reife Aprikose bei leichtem Druck nach. Ihr Fruchtfleisch ist dunkelgelb, saftig und natürlich weich. Wer die Frucht einige Tage lagern möchte, kann sie auch etwas früher pflücken. Im Haus reifen früh gepflückte Aprikosen auch schnell nach.

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