Johannisbeeren

Welche Johannisbeerarten gibt es?

Grob wird die Johannisbeere in 3 Sorten eingeteilt: Rote, Schwarze und Weiße. Dabei sind die Weißen eine Form von den Roten. Eine weiße Johannisbeere ist außerdem milder im Geschmack, wie schwarze und weiße Beeren. Außerdem werden Arten in weitere Züchtungen unterteilt.

Bei der roten Johannisbeere ist die frühe Sorte „Johnkheer van Tets“ beliebt. Sie ist schon etwas älter. Dafür besitzt sie große, leuchtende, saftige Beeren mit einem leicht säuerlichen Aroma. Ihre Früchte lassen sich durch die langen Traubel gut ernten.

Weiße Versailler“ ist dagegen eine gute, alte weiße Johannisbeersorte. Die mittelgroßen Früchte sind ab Mitte Juli erntereif. Früher wurden sie zur Weinherstellung verwendet. Heute ist es üblich, sie gleich vom Strauch zu essen, Gelee zu kochen und vieles mehr.

Als schwarze Johannisbeere ist zudem die „Titania“ bekannt. Ihre Früchte sind ab Mitte Juni ausgereift. Deren Geschmack ist etwas säuerlich. Ähnlich ist es mit der „Ometa“. Jedoch ist sie erst ab Mitte-Ende Juli für die Ernte reif. Hinzukommend sind ihre Früchte etwas süßlicher, wie bei anderen Sorten.

Selbstverständlich gibt es in jede Richtung noch weitere Züchtungen. Über einzelne Sorten wird in der Regel im Handel gerne Auskunft gegeben. Die Johannisbeeren wachsen vorzüglich in Bayern, Österreich, Südtirol und der Schweiz.

Pflanzzeit, Standort und Boden von Johannisbeeren

Eine Johannisbeere wird über Steckhölzer vermehrt. Von einer gut tragenden Pflanze werden im späten Herbst einjährige, kräftige und gesunde Triebe ausgewählt. Mit einem sauberen Messer erfolgt das Abschneiden. Ebenso müssen die Pflanzentriebe in 20 bis 30 cm lange Stücke eingeteilt werden. Die untere Seite ist jeweils anzuschneiden, während die Obere gerade bleibt. Folgend muss das Anzuchtbeet vorbereitet werden.

Hierzu ist es nötig mit einem Stock, 15-20 cm tiefe Löcher in den Boden zu stechen. Zwischen ihnen sollten jeweils 10 cm liegen. Als Nächstes kommen die Stecklinge in diese Löcher. In sie werden die Steckhölzer so tief hineingesteckt, dass nur noch zwei Augen über der Erde bleiben. Es kommt anschließend zum Festdrücken der Erde und dem Angießen mit einem sanften Wasserstrahl.

Ebenso ist eine 2 cm dicke Mulchdecke aus Laub oder ausgereiften Kompost darüber auszubreiten. Im kommenden Frühjahr sind die Pflanzen dann groß genug, um verpflanzt zu werden. Allerdings können sie auch noch bis zum Herbst so stehen bleiben. Dann kommen sie nämlich an ihren richtigen Standort. Wem die Anzucht zu viel Arbeit ist, kann sich im Herbst auch eine Johannisbeere kaufen.

Die jungen Sträucher oder Stämme möchten einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie gedeihen auf fast allen Böden. Für Hochstämmchen sollte ein Stützpfahl angebracht werden. Des Weiteren braucht ein Johannisbeerstrauch 1,5 bis 2 Quadratmetern Fläche.

Pflege und Überwinterung von Johannisbeeren

Sobald die Johannisbeere eingepflanzt ist, sollte ihr Wasser gegeben werden. Dabei gilt es, Staunässe zu vermeiden. Zudem ist eine Kompost-Mulchschicht ratsam. Genauso ist es mit einer chloridfreien Humus- bzw. Mineraldüngung 2 bis 3x im pro Jahr.

Für die Johannisbeere ist zudem der Schnitt bedeutsam. Das 1. Schneiden geschieht gleich nach dem Pflanzen. Es werden hierbei (bei Sträuchern) die 5-6 kräftigsten Pflanzentriebe zur Hälfte gekürzt. Alle Restlichen kommen ganz weg. Handelt es sich bei den Gewächsen um kleine Johannisbeerpflanzen (mit weniger als 5 Trieben), erfolgt das Kürzen nur um 2-3 Augen. In den folgenden Jahren werden bei der Johannisbeere die neuen Triebe immer nur um 1/3 eingekürzt. Ebenso ist 4 Jahre altes Holz zur Winterzeit knapp über den Erdboden abzuschneiden. Im Sommer werden abgestorbene oder zu dicht stehende Triebe entfernt.

Natürlich sind auch Hochstämmchen zu schneiden. Bei ihnen werden immer 6-8 Leitäste stehen gelassen. Sie sind aber immer beim Schnitt um 2 oder 3 Augen zu kürzen.

Viele Züchtungen der Johannisbeere sind winterhart. Damit benötigen sie keinen besonderen Schutz. Frühe Sorten sind allerdings spätfrostgefährdet.

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