Kartoffel

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Die Kartoffel wurde bereits vor 2000 Jahren in Südamerika angebaut, doch erst die Spanier brachten sie im 16. Jahrhundert nach Europa. Erst wurde sie ausschließlich als Ziergewächs angesehen, wegen ihrer attraktiven Blüten.

Es sollte eine Weile dauern, bis die Kartoffel zum Grundnahrungsmittel wurde. Heute gibt es rund 5000 Sorten, und das Nachtschattengewächs ist in weiten Teilen der Welt ein wichtiges Nahrungsmittel. Bis es so weit war, gab es eine Reihe von Missverständnissen – und nicht wenige Leute wurden durch den Verzehr des gekochten oberirdischen und hochgiftigen Krauts vergiftet.

Lange Zeit war die Kartoffel zudem als Arme-Leute-Essen verpönt. Botanisch gesehen ist die Kartoffel ein Nachtschattengewächs und nicht verwandt mit Topinambur oder der Süßkartoffel.

Man unterscheidet Kartoffeln durch ihre Reifezeit und ihre Kocheigenschaften.
Bei der Reifezeit unterscheidet man frühreife (Ernte: Juni – Juli), mittelfrüh reife (Ernte: Juli – August) und spätreife Kartoffelsorten (Ernte: September – Oktober). Frühe Sorten enthalten in ihren Knollen weniger Stärke als späte. Die jeweiligen Kocheigenschaften der Kartoffeln bestimmen ihren Verwendungszweck.

In der EU werden Kartoffeln nach 4 Kocheigenschaften unterteilt, die mit den Buchstaben A-D gekennzeichnet werden:

  • Festkochende Sorten (zum Beispiel Annabell, Cilena, Nicola) werden mit A oder A-B gekennzeichnet, sie eignen sich für Bratkartoffeln, im Salat oder Gratin.
  • Vorwiegend festkochende Sorten (zum Beispiel Christa, Dösiree, Gala, Satina sind mit B-A und B gekennzeichnet. Sie eignen sich für Salz- und Pellkartoffeln, in Suppen, als Salatkartoffel aber auch als Bratkartoffel.
  • Mehligkochenden Sorten (zum Beispiel Aula, Bintje, Marielia) werden mit B-C und C gekennzeichnet. Sie eignen sich für Eintöpfe, Püree, für Schupfnudeln, Gnocchi und Klöße.
  • Restliche Kartoffeln werden mit C-D und D gekennzeichnet. Sie sind sehr stark mehligkochend, besonders locker und zerfallen oft beim Garen. Es gibt sie kaum im Handel.

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