Kiwi

Die Kiwi enthält viele Vitamine und begeistert mit ihrem einzigartigen Geschmack. Dennoch bekommt sie nur selten Einzug in Hobbygärten. Dabei ist der Anbau gar nicht so schwer. Mit den richtigen Tipps gedeiht die Kiwi auch hierzulande.

Welche Arten von Kiwis gibt es?

Bei der Kiwi gibt es männliche und weibliche Sorten. Die Männliche „Matuabefruchtet alle weiblichen Sorten. „Nostino“ ist dagegen für „Maki“ sowie „Ambrosia“ geeignet und „Jenny“ benötigt gar keine Befruchtersorte. Auch in anderen Merkmalen unterscheidet sich die Kiwi in ihren Arten. Mini-Kiwis wie „Kiwai“ (männlich) und „Weiki“ (eine weibliche Sorte) sind unbehaart. Die Früchte sind zudem kleiner, wie bei anderen Kiwisorten. Ebenso sind sie recht frosthart und aromatisch. Großfruchtig ist im Gegensatz hierzu die „Hayward“. Ihre Früchte können bis zu 7 cm lang werden und ein Gewicht von 100 Gramm erreichen. Allerdings muss sie nach den ersten leichten Frösten geerntet werden. Eine geeignete Befruchtersorte ist die Männliche „Atlas“.

Man nennt die Kiwi auch Chinesiche Stachelfrucht oder auch Kiwifrucht.

Pflanzzeit, Standort und Boden von Kiwis

Die Kiwipflanze wird am im Fachhandel (bestenfalls gleich zusammen mit der Befruchtersorte) erworben. Im Frühsommer wird die Kiwi an einen windgeschützten und warmen Standort eingepflanzt. Dies kann etwa eine nach nord-südlich- oder süd-westlich-gerichtete Hauswand sein. Alternativ ist für die Pflanze auch eine Topfzucht möglich. Bezüglich des Bodens ist jedenfalls eine nährstoffreiche, humose, leicht saure und kalkarme Stelle ratsam. Falls nötig, kann Rhododendronerde mit eingemischt werden. Bei mehreren Pflanzen ist ein Pflanzabstand von 3 bis 4 Metern zu wählen. Genauso kann von Anfang an ein Klettergerüst bedacht werden. Die später bis zu 10 Meter lang gewordenen Ranken sind nämlich im Laufe der Zeit zu stützen.

Pflege und Überwinterung von Kiwis:

Eine Kiwi braucht nicht viel Pflege. Jedoch ist eine gute Feuchtigkeitsversorgung wichtig. So muss es gerade im Sommer oft zum Gießen kommen. Des Weiteren darf die Düngung nicht fehlen. Jungpflanzen werden mit Blattkompost gemulcht. Kräftige Kiwi-Pflanzen bekommen im August oder im Frühjahr einen Mineraldünger.Gleich nach dem Einpflanzen beginnt auch der Schnitt und die Erziehung. Um später einen vermehrten Ertrag zu haben, wird alles zurückgeschnitten.

Lediglich der Haupttrieb bleibt stehen. Außerdem werden im Jahr über die Seitentriebe mit einem Abstand von 80 cm zueinander an einer Rankhilfe befestigt. Haben sie das Ende der Rankhilfe erreicht, werden sie erneutgekürzt. Im 2. Jahr bilden die Haupttriebe der Kiwi Seitentriebe. Mehrmals jährlich werden sie auf 4 bis 6 Blätter kurzgeschnitten. Ab dem 3. Jahr bilden sich die Fruchttriebe. Diese werden so weit abgeschnitten, dass hinter der letzten Knospe 3 bis 4 Blätter stehen.

Im Frühjahr werden bei der Kiwi die abgeernteten Fruchttriebe entfernt. Lange und kräftige Jungtriebe bleiben erhalten. Triebe, die oberhalb der Rankhilfe hinausragen, müssen genauso abgeschnitten werden. Zudem ist für die Fruchttriebe ausreichend Sonne wichtig. Dichte Zweige gilt es, daher auszulichten.

Nur selten wird eine Kiwi krank. Dennoch wird sie nicht komplett von Krankheiten und Schädlingen verschont. Besonders Pilze können der Pflanze zu schaffen machen. Die Blätter bekommen weiße Flecken und die Blattränder werden braun, kräuseln. Meist kann ein Pilzbefall mit der Vernichtung betroffener Blätter aufgehalten werden. Schädigend kann außerdem die Wurzelfäule durch Staunässe sein. Ebenso sieht es mit dem Einwirken bestimmter Tiere wie Schnecken oder Katzen aus. Die Kiwi sondert nämlich einen Geruch ab, welcher Katzen anlockt. Sie reiben sich folgend an den Stamm. Dabei können sie junge Kiwipflanzen ausreißen. Um dies zu verhindern, ist es möglich, denn Baumstamm mit Maschendraht zu umwickeln. Für die Schnecken können Schneckenzäune um die Kiwi gestellt werden.

Viele Sorten der Kiwi zählen als winterhart. Dennoch sollten gerade Jungpflanzen einen Frostschutz bekommen. Gut ist hierbei eine Bodenabdeckung mit Rindenmulch oder Stroh. Triebe an der Rankhilfe können mit Tannenreisig bedeckt werden.

Ernte von Kiwis:

Um eine Kiwi ernten zu können, sind meist eine weibliche und eine männliche Pflanze nötig. Nur wenige Arten sind selbstbefruchtend. Auch bei diesen liegen die Erträge aber höher, wenn es 2. Pflanze in unmittelbarer Nähe steht. Der richtige Erntebeginn ist im September. Bis Oktober kann sich die Ernte der Kiwi aber hinziehen. Allerdings reifen die letzten Früchte in kühlen Regionen meist nicht mehr aus. Sie können auf der Fensterbank im Haus nachreifen. Abgeerntete Kiwis sollten an einen kühlen und trocken Platz gelagert werden.

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