Knoblauch

Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Knoblauch (Knobloch, Knufloch, Knofel) ist eine stark würzende Lauchart. In den walnussgroßen, weißlichen Hüllen drängen sich 10-12 kleine Brutzwiebeln, Zehen oder Klauen genannt. Diese Knoblauchzehen ent­halten ein markiges Fleisch von gelblicher Farbe. Der charakteristi­sche, beißende Geschmack und durchdringende Geruch des Knob­lauchs ist auf ein ätherisches, stark schwefelhaltiges Öl zurückzuführen.

Knoblauch fördert die Gesundheit und steigert das Temperament, er beugt Alterserscheinungen und Ar­terienverkalkung vor und hilft bei vielen Magen- und Darmbeschwerden.

Knoblauch gehört zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae) und stammt aus Zentralasien. Der Knoblauch gehört nicht nur zu den ältesten Heilpflanzen, die wir kennen, sondern er spielte vermutlich in einigen Kulturen auch eine wichtige Rolle für die Ernährung, denn der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet, man habe die Arbeiter beim Bau der Cheopspyramide in Ägypten mit dieser Pflanze bei Kräften gehalten.

Woher kommt der Knoblauch? Knoblauch – Herkunft

Die Heimat des Knoblauchs ist die Kirgisensteppe. Von dort kam er über Vorderasien nach Ägypten und wanderte über Griechenland und Italien nach Mitteleuropa. Während der Südländer fast jedes Gericht üppig mit Knoblauch würzt, ist der Mitteleuropäer wesentlich zu­rückhaltender im Gebrauch dieses Gewürzes.

Hier nimmt man keine 2 oder 3 Zehen je Person, sondern spießt eine Zehe auf die Gabel und reibt damit Topf oder Schüssel leicht ein. Man würzt sozusagen mit einem Hauch. Dieser Hauch wurde in der Blütezeit der französischen Koch­kunst sogar wörtlich genommen. Der Küchenchef zerbiss eine Knob­lauchzehe und hauchte dann die Speise kurz an. Das genügte für eine vollendete Würzung vollauf, für eine Würzung ä point.

Knoblauch – Nahrungsmittel und Medizin

Vor der Entdeckung der Antibiotika verwendete man den Knoblauch zur Behandlung der unterschiedlichsten Infektionen – von Tuberkulose bis zu Typhus, und auch im Ersten Weltkrieg diente er noch häufig zur Wundbehandlung.

Die Ausdauernde, bis 1 m hohe Zwiebelpflanze mit grünlich weißen oder blassrosa Blüten, von denen die grundständigen röhrenförmig verwachsen und die oberen flach und hohl sind, entspringen einer Zwiebel, die am Ende der Wachstumsperiode kleine Nebenzwiebeln bildet – die so genannten Knoblauchzehen.

Die Pflanze, die vermutlich ursprünglich aus Trockengebieten in Zentralasien stammt, wird heute weltweit kultiviert. Im Garten benötigt sie einen sonnigen, geschützten Standort und gut durchlässigen Boden.

Knoblauch – Eigenschaften und Funktion

Knoblauch werden antiseptische, schleimlösende, schweißtreibende und blutdrucksenkende Eigenschaften nachgesagt, er soll aber auch die Blutgerinnung verlangsamen und den Blutzuckerspiegel senken.

Außerdem enthält der Knoblauch geringe Mengen der Vitamine A, B, C und E. Geerntet werden die Zwiebeln nachdem Welken der Blätter. Anschließend lässt man die Knollen noch einige Tage zum Trocknen in der Sonne liegen, bevor man das eingetrocknete Laub zu Zöpfen zusammenbindet und an einem schattigen, luftigen Platz aufgehängt. Man kann Knoblauch aber auch in Öl oder Essig eingelegt aufbewahren.

Tipps & Tricks zu Knoblauch: Anwendung & Verwendung

Achten Sie beim Einkauf auf die Häute zwischen den einzelnen Zehen, sie sollten leicht rosa sein und nicht weiß. Knoblauch wird, wenn man einen etwas kräftigeren Knoblauchge­schmack wünscht – feingehackt, durch die Knoblauchpresse getrie­ben oder mit der Gabel zerdrückt in das heiße Fett gegeben. Wer den Um­gang mit frischen Knoblauchzehen scheut, der nehme Knoblauchsalz, Knoblauchpulver oder Knoblauch­öl. Übrigens: Knoblauchgeruch wird nicht nur durch den Mund, sondern auch durch die Haut aus­geschieden.

Knoblauch – Küche, Gesundheit und Kosmetik

Als Gewürz können zerkleinerte Knoblauchzehen in Soßen, Suppen sowie zum Verfeinern von Fleischgerichten und Kräuterbutter verwendet werden. Bei Salaten genügt es normalerweise schon, wenn man die Schüssel mit einer Zehe ausreibt.

Knoblauch ist ein altes Hausmittel, das sich bei einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme einsetzen lässt, etwa bei einer Infektion der Atemwege, aber auch bei hohen Cholesterinwerten und Kreislaufbeschwerden sowie hohem Blutdruck.

Die Pflanze wirkt zudem verdauungsfördernd, desinfiziert den Dann, und der regelmäßige Verzehr soll sogar altersbedingten Blutgefaßveränderungen Vorbeugen.

Wer auf Knoblauch nur wegen des durchdringenden Geruches verzichtet, der sollte nach einer Mahlzeit reichlich frische Petersilie essen, denn das soll die sonst unausweichliche Ausdünstung der Pflanze deutlich abschwächen.

Ein sehr gutes Rezept, ohne Fleisch, für Sportler und Nudelliebhaber mit reichlich Knoblauch findest du hier: Spaghetti in Chiliöl und Knoblauch

Navigation im Lexikon

Vorheriger Eintrag

Nächster Eintrag

Weiterführende Artikel


Blogverzeichnis - Bloggerei.de Blogverzeichnis