Knoblauch

Knoblauchknolle Definition & Erklärung | Kochlexikon

Knoblauch (Knobloch, Knufloch, Knofel) ist eine stark würzende Lauchart. In den walnussgroßen, weißlichen Hüllen drängen sich 10-12 kleine Brutzwiebeln, Zehen oder Klauen genannt. Diese Knoblauchzehen ent­halten ein markiges Fleisch von gelblicher Farbe. Der charakteristi­sche, beißende Geschmack und durchdringende Geruch des Knob­lauchs ist auf ein ätherisches, stark schwefelhaltiges Öl zurückzuführen.

Knoblauch fördert die Gesundheit und steigert das Temperament, er beugt Alterserscheinungen und Ar­terienverkalkung vor und hilft bei vielen Magen- und Darmbeschwerden.

Knoblauch gehört zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae) und stammt aus Zentralasien. Der Knoblauch gehört nicht nur zu den ältesten Heilpflanzen, die wir kennen, sondern er spielte vermutlich in einigen Kulturen auch eine wichtige Rolle für die Ernährung, denn der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet, man habe die Arbeiter beim Bau der Cheopspyramide in Ägypten mit dieser Pflanze bei Kräften gehalten.

Knoblauch – eine Erfolgsgeschichte

Knoblauch wurde schon im alten Ägypten angebaut und alle Arbeiter, die am Bau der Pyramiden beteiligt waren, bekamen zur Stärkung jeden Tag ihre Ration Knoblauch.

Im antiken Griechenland galt Knoblauch als Stärkungsmittel für Männer und im Mittelalter versuchte man mit Hilfe von Knoblauch, die Pest zu bekämpfen. Noch immer gilt: Wer Haarausfall vorbeugen möchte, reibe die Kopfhaut täglich mit zerriebenen Knoblauchzehen ein – ob man sich damit viele Freunde macht, steht auf einem anderen Blatt.

Heute ist Knoblauch sowohl als Gewürz als auch als Heilpflanze sehr beliebt und man sagt, wer früh damit anfängt Knoblauch zu essen, der wird sehr alt werden. Ursprünglich kommt der Knoblauch aus Asien und noch heute sind Länder wie China und Japan die größten Lieferanten für Knoblauch und dort wird er auch am häufigsten gegessen. In Deutschland kann man heute kaum noch wild wachsenden Knoblauch finden – damals war es Kaiser Karl der Große, der die Pflanze kultivieren ließ.

Warum riecht Knoblauch so stark?

„Wer Knoblauch mag, hat wenig Freunde“ oder „Alle, die Knoblauch essen, kann man ohne Probleme auch im Dunklen finden“ – das sind nur zwei von unzähligen Redensarten, die sich um den intensiven Duft von Knoblauch drehen.

Zugegeben: Knoblauch riecht wirklich ein bisschen streng. Und wer ein mit Knoblauch gewürztes Gericht verspeist hat, hat nicht nur den typischen Mundgeruch, sondern dünstet den Geruch praktisch aus allen Poren aus. Dass Knoblauch so intensiv riecht, verdankt er seinem Alliin, einer schwefelartigen Verbindung, die freigesetzt wird, wenn man die Knoblauchzehen auspresst oder klein schneidet.

Ein wirksames Mittel gegen das Aroma des Knoblauchs gibt es nicht, obgleich der anschließende Genuss eines Apfels den Geruch ein wenig mildern soll. Wer also gerne mit Knoblauch würzt, der muss warten, bis die Wirkung wieder nachlässt, bevor er sich wieder unter Menschen wagt.

Knoblauch – Nahrungsmittel und Medizin

Vor der Entdeckung der Antibiotika verwendete man den Knoblauch zur Behandlung der unterschiedlichsten Infektionen – von Tuberkulose bis zu Typhus, und auch im Ersten Weltkrieg diente er noch häufig zur Wundbehandlung.

Die Ausdauernde, bis 1 m hohe Zwiebelpflanze mit grünlich weißen oder blassrosa Blüten, von denen die grundständigen röhrenförmig verwachsen und die oberen flach und hohl sind, entspringen einer Zwiebel, die am Ende der Wachstumsperiode kleine Nebenzwiebeln bildet – die so genannten Knoblauchzehen.

Die Pflanze, die vermutlich ursprünglich aus Trockengebieten in Zentralasien stammt, wird heute weltweit kultiviert. Im Garten benötigt sie einen sonnigen, geschützten Standort und gut durchlässigen Boden.

Knoblauch – Eigenschaften und Funktion

Knoblauch werden antiseptische, schleimlösende, schweißtreibende und blutdrucksenkende Eigenschaften nachgesagt, er soll aber auch die Blutgerinnung verlangsamen und den Blutzuckerspiegel senken.

Außerdem enthält der Knoblauch geringe Mengen der Vitamine A, B, C und E. Geerntet werden die Zwiebeln nachdem Welken der Blätter. Anschließend lässt man die Knollen noch einige Tage zum Trocknen in der Sonne liegen, bevor man das eingetrocknete Laub zu Zöpfen zusammenbindet und an einem schattigen, luftigen Platz aufgehängt. Man kann Knoblauch aber auch in Öl oder Essig eingelegt aufbewahren.

Tipps & Tricks zu Knoblauch: Anwendung & Verwendung

Achten Sie beim Einkauf auf die Häute zwischen den einzelnen Zehen, sie sollten leicht rosa sein und nicht weiß. Knoblauch wird, wenn man einen etwas kräftigeren Knoblauchge­schmack wünscht – feingehackt, durch die Knoblauchpresse getrie­ben oder mit der Gabel zerdrückt in das heiße Fett gegeben.

Wer den Um­gang mit frischen Knoblauchzehen scheut, der nehme Knoblauchsalz, Knoblauchpulver oder Knoblauch­öl. Übrigens: Knoblauchgeruch wird nicht nur durch den Mund, sondern auch durch die Haut aus­geschieden.

Knoblauch – Küche, Gesundheit und Kosmetik

Als Gewürz können zerkleinerte Knoblauchzehen in Soßen, Suppen sowie zum Verfeinern von Fleischgerichten und Kräuterbutter verwendet werden. Bei Salaten genügt es normalerweise schon, wenn man die Schüssel mit einer Zehe ausreibt.

Knoblauch ist ein altes Hausmittel, das sich bei einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme einsetzen lässt, etwa bei einer Infektion der Atemwege, aber auch bei hohen Cholesterinwerten und Kreislaufbeschwerden sowie hohem Blutdruck.

Knoblauch Definition & Erklärung | Kochlexikon

Die Pflanze wirkt zudem verdauungsfördernd, desinfiziert den Dann, und der regelmäßige Verzehr soll sogar altersbedingten Blutgefaßveränderungen Vorbeugen.

Wer auf Knoblauch nur wegen des durchdringenden Geruches verzichtet, der sollte nach einer Mahlzeit reichlich frische Petersilie essen, denn das soll die sonst unausweichliche Ausdünstung der Pflanze deutlich abschwächen.

Ein sehr gutes Rezept, ohne Fleisch, für Sportler und Nudelliebhaber mit reichlich Knoblauch findest du hier: Spaghetti in Chiliöl und Knoblauch

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