Olivenöl im Faktencheck

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Olivenöl im Faktencheck auf Kochen-verstehen.de

In den Supermärkten gibt es mittlerweile ziemlich viele Olivenöl-Sorten, die mit den verschiedensten Schriftzügen gekennzeichnet sind. Auch Olivenöl nativ extra wird meist sehr hoch angeworben, da es sich um das qualitativ hochwertigste Öl handeln soll. Doch halten die Öle denn auch wirklich, was sie versprechen?Gepanschtes Olivenöl und Qualitätsauszeichnung? Diese beiden Begriffe passen doch gar nicht zusammen, aber trotzdem gehören sie zusammen. Wieso kommt das und was kann man dagegen in der Zukunft tun?

Olivenöl nativ extra, Natives Olivenöl, Lampantöl?

Die erste Güteklasse bei Olivenöl enthält das nativ extra und extra vergine Olivenöl. Die euopäische Olivenöl-Ordnung bezeichnet es als das beste Olivenöl. Dafür darf das Öl aber keine Mängel des Geschmacks oder Geruchs aufweisen. Es gibt noch weitere Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die Bezeichnung nativ extra zustande kommt. Dazu zählen auch chemische Bedingungen.

Natives Olivenöl findet man in der zweiten Güteklasse. In ihr dürfen leichte Fehler der obigen Anforderungen vorhanden sein. Es könnte zum Beispiel sein, dass das Öl die sensorischen Bedingungen nicht vollständig abdeckt.

Dann gibt es auch noch das sogenannte Lampantöl. Dieses besteht aus meist muffigem oder ranzigem Öl. Es erfüllt also in seiner Form nicht die Ansprüche. Daher darf es auch so nicht als verzehrfähiges Öl vermarktet werden. Wird das Lampantöl aber raffiniert, kann es mit einem nativen Olivenöl vermischt werden. Letztendlich kann das Öl dann unter der Bezeichnung Olivenöl verkauft werden.

Olivenöl – falsche Versprechen?

Öl-Liebhabern wird das bestimmt schon aufgefallen sein. Läuft man nämlich im Supermarkt in der Öl-Abteilung umher und achtet auf die Bezeichnungen und die Preise, so wird man feststellen, dass es fast ausschließlich Olivenöl nativ extra zu den verschiedensten Preisklassen zu kaufen gibt. Doch woher kommt diese seltsame Tatsache? Denn Olivenöl nativ extra ist doch eigentlich das beste auf dem Markt. Wieso gibt es dann so große Preisunterschiede? Man findet das Öl für drei oder sechs Euro, aber auch Öle für 16 Euro oder mehr werden unter der gleichen Bezeichnung verkauft.

Spezialisten gehen davon aus, dass oft Olivenöl nativ oder Olivenöl als Olivenöl nativ extra verkauft wird. Es ist nämlich für Lebensmitteltechnologen nicht schwierig, das Öl an die Normen nach Belieben anzupassen. Die Einschränkungen und Grenzwerte sind für Öle leider nur sehr niedrig angesetzt. So wird ein normales Olivenöl durch kleine Tricks zu einem legalen Olivenöl nativ extra.

Liegt die Qualität des Olivenöls in der Zukunft?

Jahrelang kämpfen die Behörden schon gegen die Öl-Schwindler. Manchmal wird es einfach mit anderem Pflanzenöl gemischt oder mit chemisch bearbeitetem, minderwertigem Öl gemischt. Die Kriterien zum Thema Olivenöl werden in Brüssel festgelegt. Dort kann man aber noch keine Lösung für das Öl-Problem finden, da sich die Länder nicht einig werden.

Eingesetzt wird sich trotzdem für die bessere Kontrolle und eine bessere chemische Analyse, damit die Trickser in Zukunft herausgefischt werden und es so wirklich nur noch zu hochwertigem Olivenöl-Verkauf kommt. Um sicher zu gehen, dass dein Öl nicht gepanscht ist, solltest Du immer auf das Etikett der Ölflasche achten. Vertrauliche Produzenten geben meist Erzeuger und Herkunftsland bekannt. Hochwertige Anbieter geben oft die Olivensorte an.

 

Blogartikel - Zusammenfassung & Informationen

Thema: Olivenöl im Faktencheck
Datum: 08.02.2017
Autor: Julia
Kategorien: Verbrauchertipps, Ernährung, Figur, Gesund, Gesundheit, Kochprodukte, Kochtipps, Produktvorstellung, Rezepte
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