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Die Walderdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und stammt aus Europa und gemäßigte Zonen Asiens. Die Erdbeere wird zwar schon seit Urzeiten gegessen, aber als Heilkraut hat sie keine „große Vergangenheit". In der Antike gehörte sie ganz augenscheinlich überhaupt nicht zu den Arzneien der Kräuterärzte, und auch in mittelalterlichen Kräuterbüchern taucht sie nur sporadisch auf.

Die ausdauernde, bis 20 cm hohe Pflanze mit langen, kriechenden Ausläufern, gestielten, dreizähligen Blättern, deren Rand deutlich gekerbt ist, sowie weißen Blüten und kleinen roten Scheinfrüchten (die tatsächlichen Früchte sind die kleinen harten Nüsschen, die beim Essen das knackende Geräusch verursachen).

Die auch in Mitteleuropa heimische Walderdbeere findet man hauptsächlich in lichten Wäldern, auf Kahlschlägen sowie an Waldrändern. In Gärten wird gern die Monatserdbeere kultiviert.

Die Walderdbeere hat appetitanregende, reinigende, harntreibende, adstringierende und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Scheinfrüchte enthalten viel Vitamin C.

In der Küche kann man die Erdbeerblätter unter Kräutertees mischen, um den Geschmack zu verbessern. Die Scheinfrüchte sind eine schmackhafte Nachspeise, lassen sich aber auch zu Marmelade verarbeiten, als Kuchenbelag oder für eine Bowle verwenden. Blätter und „Früchte" werden im Frühsommer gesammelt.

Die Blätter der Walderdbeere haben eine leicht adstringierende und harntreibende Wirkung, man kann sie aber auch zum Gurgeln bei Halsschmerzen und als Lotion für kleinere Verbrennungen und Verletzungen verwenden. Ein Tee aus den Blättern wird gegen Durchfall empfohlen, soll aber auch bei nervöser Anspannung helfen.

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